Nordfinnland & Nordnorwegen 2024

Diese Reise in die borealen Nadelwälder Nordfinnlands und entlang der polaren Meeresküste Nordnorwegen´s (Halbinsel Varanger) hatte zum Ziel Vogelspezialisten kennenzulernen, die sich hier, am 70° Breitengrad, angepasst haben der eisigen Winterkälte und der etwa 2-monatigen Polarnacht zu trotzen.

Zielarten und Fragestellungen

Unter der Leitung von Marcel Burkhardt nahm ich im März 2024 an dieser 8-tägigen Tour ins nördliche Finnland (Nähe Kaamanen) und an die norwegische Nordmeerküste (Stationen: Varanger, Batsfjord, Hornoya) teil. Finnische Taiga: Einige Singvögel wie der Hakengimpel, Unglückshäher, Taiga- und Polarbirkenzeisige sowie die Lapplandmeise schaffen es sogar als Standvögel das ganze Jahr in alten, ungestörten Taigawäldern zu verbringen und dort auch zu brüten. // Norwegische Tundra und Polarmeerküste: Dank des Golfstroms sind viele Fjorde und Buchten entlang der Küste zur Barentsee im Winter eisfrei. Das Meer bietet zudem einen reich „gedeckten Tisch“ an Wirbellosen und Fischen. Wohl deshalb überwintern einige arktische Eiderenten, wie Prachteiderenten und die mittlerweile gefährdeten Scheckenten gerne in windgeschützten Buchten in deser Region. Andere Meersvögel, unter ihnen verschiedene Arten von Alken (z.B. Papageitaucher, Lummen und Tordalke) bevölkern zur Brut berühmte Vogelfelsen vor Varanger´s Küsten (z.B. Hornoya). Die hier gezeigten Fotos sollen die Schönheit dieser Spezialisten zeigen, auch um die Öffentlichkeit hinsichtlich der Gefährdung von einigen dieser Arten (z.B. Scheckenten, Eisenten, Papageitaucher) zu sensibilisieren. Gründe für den zunehmenden Bestandsrückgang schliessen illegale Jagd, Überfischung und Schwund von geeignetem Lebensraum durch Erschliessung von Öl/Gasvorkommen mit ein.